Löttechniken in der Automobilbranche

Wozu Hartlöten?

Grundlagen des Hartlötens: Was ist Hartlöten? 

Die AWS definiert Hartlöten als eine Gruppe von Verbindungsverfahren, bei denen Materialien verbunden werden, indem diese mit einem Füllmetall (Lötmittel) bei einer Temperatur über 840 °F (450 °C) und unter dem Schmelzpunkt des Basismetalls verflüssigt werden.

Die Grundlagen des Hartlötens sind durch die Verbindung von Metallen durch Hitze und ein Füllmetall festgelegt – eomes,ot eomer Schmelztemperatur über 840 °F (450 °C) aber unter dem Schmelzpunkt der zu verbindenden Metalle.

Ein weiterer häufiger Begriff ist „Silberhartlöten“, da Silberlegierungen häufig als Füllmetall beim Hartlöten eingesetzt wird. Schweißbrenner mit einem Silber-Füllmetall ist die häufigste für Hartlöten verwendete Legierung und verfügt über zahlreiche im Folgenden aufgeführte Vor- und Nachteile. Ausnahmen sind angegeben.

Vorteile des Hartlötens

Hartlöten ist aus mehreren Gründen heutzutage vermutlich die vielfältigste Art, Metallverbindungen herzustellen:

  • Hartgelötete Verbindungen sind stark: Auf Buntmetallen und Stahl weist eine ordentliche Verbindung häufig eine bessere Zugverbindung auf, als die verbundenen Metalle. Bei Edelstahl ist es möglich, Verbindungen mit einer Zugstärke von 130.000 Pfund pro Quadratzoll zu schaffen. (896,3 Megapascal [MPa]).
  • Hartlöt-Verbindungen sind dehnbar: Sie halten erhebliche Stöße und Schwingungen aus.
  • Hartgelötete Verbindungen können in der Regel leicht und rasch hergestellt werden: Die dazu nötigen Fähigkeiten sind schnell erlernt.
  • Hartlöten ist ideal für die Verbindung unterschiedlicher Metalle geeignet: Sie können ganz einfach Baugruppen mit Eisen und Buntmetallen, oder mit Metallen unterschiedlicher Schmelzpunkte verbinden. Hartlöten kann in der Regel mit nur einem Schritt durchgeführt werden. In der Regel müssen nach Fertigstellung der Verbindung weder geschliffen, noch gefeilt oder mechanische Abrundungen vorgenommen werden.
  • Hartlöten wird bei relativ niedrigen Temperaturen durchgeführt: Dadurch sinkt die Gefahr von Verzerrungen, Überhitzung oder einem Schmelzen der zu verbindenden Metalle.
  • Hartlöten ist wirtschaftlich sinnvoll: Die Kosten pro Verbindung sind denen anderer Metallverbindungsmöglichkeiten überlegen.

Hartlöten kann gut automatisiert werden: Durch die Flexibilität des Hartlötverfahrens können Sie Ihre Produktionstechniken sehr gut auf Ihre Produktionsanforderungen abstimmen. Trotz all dieser Vorteile ist Hartlöten dennoch nur eine von vielen Methoden, um Metalle zu verbinden. Um die Hartlötung richtig durchzuführen müssen sie deren Beziehung zu anderen Metallverbindungsmethoden verstehen. Welche Methoden gibt es noch und wann werden diese eingesetzt?
 

Nachteile des Hartlötens

Hartlöten ist, wie wir bereits angemerkt haben, von Hitze und einem Füllmetall zur Verbindung der Metalle abhängig.

Das ist nicht ungewöhnlich. Beim Schweißen und Löten ist dies auch der Fall. Metalle können auch effizient und wirtschaftlich sinnvoll zusammengefügt werden, ohne auf Hitze und Füllmetall zurückgreifen zu müssen, indem sie mechanisch oder mit Klebemittel befestigt werden. Wann würden Sie lieber Hartlöten, statt eine dieser Methoden zu verwenden? Das hängt von den Umständen ab.

Beginnen wir mit der Beurteilung von Hartlöten als Möglichkeit, Metalle zu verbinden, indem wir Situationen ausschließen, in denen Hartlöten allgemein untauglich ist.

Die erste dieser Situationen ist die nicht-dauerhafte Verbindung. Diese wird bei Verbindungen genutzt, die in der Zukunft wieder auseinandergenommen werden sollen. (Beispielsweise der Anschluss einer Pumpe in einer Sanitärbaugruppe.) Die Leitungen verschleißen nicht, aber die Pumpe verschleißt irgendwann. Es ist leichter, eine aufgeschraubte Pumpe wieder zu entfernen, statt einer hartgelöteten Verbindung.

(Sie können eine Hartlötverbindung gegebenenfalls wieder „ent-löten“, aber wozu?) Bei typischen nicht-dauerhaften Verbindungen ist eine mechanische Verbindung in der Regel am praktischsten.

Es gibt andere Verbindungen, bei denen Sie vermutlich zuerst Hartlöten in Betracht ziehen. Und das sind dauerhafte Verbindungen geringer Stärke. Wenn Sie Metallbaugruppen zusammenfügen, die keinen großen Belastungen ausgesetzt sind, gibt es in der Regel wirtschaftlichere Möglichkeiten dies zu tun, ohne Hartlöten. (Mechanische Befestigungen beispielsweise, oder Weichlöten oder Verkleben.) Wenn Sie sich für eine Methode entscheiden, Nähte oder Dosen zu verbinden, können Sie immer auf Hartlöten zurückgreifen.

Allerdings wäre Weichlöten für diese Art von Verbindungen mit geringer Belastung vermutlich am besten geeignet. Weichlöten ist in der Regel kostengünstiger als Hartlöten. In diesen beiden Bereichen – der nicht-dauerhaften Verbindung und der dauerhafte, jedoch schwächeren Verbindung – sind andere Verbindungsmethoden für die Arbeit angemessen und in der Regel wirtschaftlich sinnvoller als Hartlöten.
 

Lernen Sie, sichere und effektive Hartlötungen durchzuführen

Da Sie nun den Wert eine hartgelöteten Verbindung verstehen, sollten Sie unsere sonstigen Ressourcen durchsehen, und sich mehr Informationen zu den besten Hartlöt-Praktiken besorgen. Wenn Sie mehr über Hartlöten erfahren möchten, lesen Sie unsere Grundlagen des Hartlötens: Hartlöten in sechs Schritten, oder suchen Sie unter Hartlötschulungen nach der richtigen Schulung für Sie. 

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