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Auf das Löten bezogene Fragenkomplexe, die dabei helfen, die technischen Aspekte des Lötens zu verstehen, wie Löten funktioniert und warum. zusammen mit nützlichen Hinweisen und Tipps.

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FAQ

Unten finden Sie die am häufigsten gestellen Fragen und die Antworten. Wenn Sie zusätzliche Fragen haben, gehören zum Mitarbeiterstab von Lucas-Milhaupt Chemiker, Ingenieure und Metallurgen, um unseren Kunden technische Unterstützung zu bieten. Bitte senden Sie Ihre Fragen an uns an info(replace this text and the parentheses with the 'at' symbol)lucasmilhaupt.com

Was ist der Unterschied zwischen Weichlöten, Hartlöten und Schweißen?

Hartlöten - Die AWS definiert Hartlöten als eine Gruppe von Fügeprozessen, die eine Verbindung von Materialien dadurch bewirken, dass diese bis zur Löttemperatur erhitzt werden und indem ein Zusatzstoff (Lot) verwendet wird, dessen Liquidus über 840°F (450°C) und unter dem Solidus des Grundmetalls liegt.

Weichlöten - Die Definition des Weichlötens ist identisch mit der des Hartlöstens, außer, dass der Liquidus des Zusatzstoffs unter 840°F (450°C) und unter dem Solidus des Grundmetalls liegt.

Schweißen - Beim Schweißen findet eine Verschmelzung statt, indem beide Grundmetalle und üblicherweise ein Zusatzstoff geschmolzen werden.

Was leistet eine Lötverbindung?

Hartlöten bietet:

  • Feste Verbindungen
  • Niedrigere Temperaturen/geringere Kosten
  • Erhält die Integrität der Grundmetalle
  • Einfaches Zusammenfügen ungleicher Metalle
  • Gutes Aussehen der Lötfuge
  • Leicht zu erlernen/automatisieren

Wie funktioniert Löten?

Löten erzeugt eine metallurgische Verbindung zwischen dem Lotmetall und den Flächen, die verbunden werden. Hitze wird auf die Grundmetalle angewendet und das Lot wird mit den erhitzten Teilen in Kontakt gebracht. Wenn das Lot schmilzt, wird es durch Kapillarwirkung durch die Lötfuge gezogen.

In welchen Formen gibt es Lot?

Lote sind in Draht-, Band-, Pulver- oder Pastenform erhältlich. Welche Formen verfügbar sind hängt von der gewählten Lotlegierung ab. Preforms können aus Bändern und Drähten hergestellt werden.

Was ist Oxidbildung?

Wenn Metalle Sauerstoff ausgesetzt werden, bilden sich Oxide, weil sich Sauerstoffatome mit dem Metall verbinden. Die Oxide, die sich bilden, verhindern, dass das geschmolzene Lot sich metallurgisch mit dem Metall verbindet.

Was ist Oxidbildung?

Flussmittel ist eine chemische Verbindung, die angewendet wird, um die Oberfläche der Lötstelle von der Luft abzuschirmen und die Bildung von Oxiden zu verhindern. Obwohl das Flussmittel Oxide löst und absorbiert, sollten die Metalle, die verlötet werden, vor dem Löten gründlich gereinigt werden.

In welchen Formen ist Flussmittel erhältlich?

Flussmittel ist von Lucas-Milhaupt in Pasten-, Suspensions-, flüssiger und Pulverform erhältlich, je nach Art des Flussmittels. Flussmittel in Pasten-, Suspensions- oder flüssiger Form sind alle wasserbasiert, während dosierbare Flussmittel mineralölbasiert sind. Flussmittel kann auch mittels des verwendeten Lötbrenners der Lötstelle zugeführt werden.

Wie kann das Flussmittel nach dem Löten von der Lötfuge entfernt werden?

Die einfachste Methode, Flussmittel von der hergestellten Lötverbindung zu entfernen, besteht darin, die Baugruppe in heißem Wasser abzuschrecken und stehen zu lassen. Bei hartnäckigen Flussmittelrückständen kann dem Wasser HCl (bis zu 25%) zugesetzt werden. Falls erforderlich können auch spezielle Reinigungsmittel gekauft werden.

Wie lange ist Flussmittel haltbar?

Falls es im ungeöffneten Originalbehälter aufbewahrt wird, besteht auf Lucas-Milhaupt-Flussmittel eine Garantie von zwölf Monaten ab Herstellungsdatum. Das heißt nicht, dass das Flussmittel nach zwölf Monaten nicht mehr brauchbar.

Wie kann Flussmittel wieder brauchbar gemacht oder verdünnt werden?

Wasserbasiertes Flussmittel kann mit Wasser verdünnt werden. Zu diesem Zweck wird üblicherweise destiliertes oder entionisiertes Wasser verwendet.

Was ist Lötpaste?

Lötpaste ist ein Material, dass aus einer Lotlegierung in Pulverform gemischt mit einem Bindemittel besteht. Falls erforderlich, wird der Lötpaste Flussmittel zugefügt, um Schutz vor Oxidbildung zu bieten.

In welchen Anwendungsfällen ist Paste brauchbar?

Paste kann bei Flamm-, Induktions- und Ofenlötanwendungen eingesetzt werden. Bei diesen Anwendungsfällen wird der Paste üblicherweise ein Flussmittel zugesetzt. Beim Einsatz von Paste beim Ofenlöten unter Vakuum oder einer kontrollierten Atmosphäre ist der Zusatz von Flussmittel zur Paste nicht erforderlich.

Wie lange ist Flussmittel haltbar?

Für Lötpaste, die in ihrem ungeöffneten Originalbehälter aufbewahrt wird, besteht eine Haltbarkeitsgarantie von 90 Tagen. So wie beim Flussmittel bedeuted diese Garantie nicht, dass die Paste nach 90 Tagen nicht mehr tauglich ist. Die Tauglichkeit kann nur bestimmt werden, indem die Paste geschmolzen wird, um festzustellen, ob sie fließt oder nicht. Wenn das Lot fließt, ist es noch tauglich, andernfalls, falls das Lot verklumpt, ist es nicht mehr geeignet.

Was ist der geeignete Fugenabstand beim Löten?

Im Allgemeinen sollte beim Löten unter Einsatz von Flussmittel eine Lötspaltbreite von 0,002"-0,005" für solide Lötfugen von hoher Festigkeit sorgen. Beim Löten unter kontrollierter Atmosphäre oder Vakuum sollte die Lötspaltbreite 0,000"-0,002" betragen. Vorsicht ist geboten, wenn Metalle mit unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten verlötet werden. Das Ausmaß der Ausdehnung der Materialien muss bei Bestimmung der Lötspaltbreite mit einbezogen werden.

Welche Verbindungsarten können beim Löten benutzr werden?

Es gibt mehrere verschiedene Verbindungsarten, die verwendet werden können. Die gebräuchlichsten davon sind Stumpfstoßverbindungen, Überlappverbindungen und Überlappstoßverbindungen. Abbildungen und Berechnungen zur Bestimmung der Länge einer Überlappverbindung können eingesehen werden, wenn Sie hier klicken, um zum Artikel "Gundlagen der Verbindungsgestaltung" zu gelangen.

Wie hoch sollte beim Ofenlöten die Ofentemperatur sein?

Typischer Weise wird der Ofen auf eine Temperatur von 50°F-100°F über dem Liquidus des eingesetzten Lotmetalls aufgeheizt.

Was ist unter der Festigkeit einer Lötverbindung zu verstehen?

Die Festigkeit einer Lötverbindung hängt von mehreren verschiedenen Faktoren ab. Als da wären: Die Grundmetalle, die verlötet werden; Lötspaltbreite; das verwendete Lot. Die Festigkeit einer Verbindung ändert sich, je nachdem, welche Grundmetalle bzw. Lotmetalle eingesetzt werden. Die Festigkeit der Verbindung hängt außerdem von dem Fugenabstand zwischen den beiden Metallen ab, die verlötet werden. Wenn der Spalt verbreitert wird, verringert sich die Festigkeit der Verbindung.. Unter korrekten Bedingungen ist die Festigkeit der Lötverbindung häufig so hoch wie oder höher als die Festigkeit der Grundmetalle.

Was istHANDY® One?

HANDY® One ist ein flussmittelgefülltes Produkt, das den Lötvorgang vereinfacht. HANDY® One ist eine Lotlegierung in Streifenform, die um eine abgemessene Menge Flussmittel in Pulverform gewickel wurde. Bei Erhitzen des Materials wird das Flussmittel freigesetzt und bietet Schutz gegen die Bildung von Oxiden. Es ist in vielerlei Kombinationen von Lotmetallen und Flussmitteln zum Verlöten von praktisch allen Metallen erhältlich.

Welches Lot ist empfehlenswert, um Kupfer mit Kupfer zu verlöten?

In den meisten Fällen, wenn Kupfer mit Kupfer im Klima- und Kühltechnikbereich verlötet werden soll, ist eines unserer SIL-FOS®®-Lote empfehlenswert. Der Phosphor in den Legierungen ermöglicht der SIL-FOS®-Gruppe, sich beim Verlöten von Kupfer mit Kupfer selbstfließend zu verhalten, wodurch sich der Einsatz eines extra Flussmittels erübrigt.

Kann rostfreier Edelstahl unter Vakuum bei einer Temperatur unter 1700° F verlötet werden?

Wegen der Möglichkeit der Chromoxid-Bildung, die das Fließen des Lots auf dem Edelstahl verhindert, kann rostfreier Edelstahl unter Vakuum nicht bei einer Temperatur unter 1700°F verlötet werden. Beim Verlöten von rostfreiem Edelstahl unter Vakuum wird üblicherweise eine Löttemperatur von mindestens 1750° F empfohlen. Nickelplattierter Edelstahl kann bei Temperaturen unter 1700° F verlötet werden.

Welches Lot wäre angebracht, um rostfreien Stahl zu verlöten, der dem Kontakt mit Wasser ausgesetzt werden soll?

Zum Verlöten von rostfreiem Edelstahl, der Wasser ausgesetzt werden wird, sollte ein nickelhaltiges Lot verwendet werden.. Beispiele dafür wären EASY-FLO® 3, Braze 505, Braze 630 und Braze 403. Der Nickel in diesen Lotlegierungen hilft dabei, Grenzflächenkorrosionen im Stahl zu verhindern. Um mehr über Grenzflächenkorrosion zu erfahren, lesen Sie das technische Merkblatt Nr. T-9 oder wenden Sie sich an den technischen Servise von Lucas-Milhaupt.