Wissensdatenbank

Auf das Löten bezogene Fragenkomplexe, die dabei helfen, die technischen Aspekte des Lötens zu verstehen, wie Löten funktioniert und warum. zusammen mit nützlichen Hinweisen und Tipps.

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Tabelle der Lösungskonzepte für das Abbeizen

Die unten empfohlenen Lösungskonzepte für das Abbeizen können angewendet werden, um Oxide von Flächen zu erfernen, die während des Lötvorgangs nicht durch das Flussmittel geschützt waren. Grundsätzlich sollten sie angewendet werden, nachdem die Flussmittelreste von der verlöteten Baugruppe entfernt wurden.

Bewerbung
Formulierung
Komentare
Die Entfernung von Oxiden von Kupfer, Messing, Bronze, Nickel-Silber- und anderen Kupferlegierungen mit einem hohen Gehalt an Kupfer.
10 bis 25%ige heiße Schwefelsäure mit zugesetztem 5 bis 10% Kaliumdichromat. Das Abbeizen kann gleichzeitig mit der Flussmittelentfernung durchgeführt werden. Wirksam auf unlegierten Stählen, aber wenn die Beize mit Kupfer verunreinigt ist, lagert sich der Kupfer auf dem Stahl ab und muss mechanisch entfernt werden. Diese Schwefelsäure-Beize entfernt Kupfer oder Kupferoxid-Flecken von Kupferlegierungen. Es handelt sic um eine oxidierende Beize, die das Silberlot entfärbt, so dass ein stumpfes Grau übrig bleibt.
Die Entfernung von Oxiden von Eisen und Stahl.
Eine 50%ige Salzsäurelösung, kalt oder warm verwendet. Stärker verdünnte Säure (10 to 25%) kann bei höheren Temperaturen (140-160°F/60-70°C) eingesetzt werden. Eine Mischung aus 1 Teil Salzsäure und 2 Teilen Wasser kann für Monel und andere Legierungen mit hohem Nickelgehalt verwendet werden. Die Beizlösung sollte bis auf eine Temperatur von etwa 180°F/80°C erhitzt werden. Um glänzende Oberflächen zu erhalten ist eine mechanische Nachbehandlung erforderlich. Diese Salzsäurebeize wirkt nicht wie die Beizbäder für Nichteisen-Metalle.
Entfernt Oxide von rostfreiem Edelstahl und chromhaltigen Legierungen.
20% Schwefelsäure, 20% Salzsäure, 60% Wasser, anzuwenden bei einer Temperatur von 170°-180°F(75-80°C). Dieser Beize folgt unmittelbar ein Tauchbad in 10%iger Salpetersäure und dann eine Spülung mit klarem Wasser.

20% Salzsäure, 10% Salpetersäure, 70% Wasser, anzuwenden bei etwa 150°F(65°C). Diese Beize ist aggressiver als die oben aufgeführte Schwelsäure-Salzsäuremischung und wirkt sowohl auf den Stahl als auch auf das Lotmetall ätzend.

Hinweis: Die oben empfohlenen Beizen eignen sich für alle üblichen Silberlote, und es sind keine besonderen Anweisungen für die einzelnen Lotlegierungen erforderlich. Bei Phosphor-Kupfer- und silberhaltigen Phosphor-Kupfer-Loten ist das anders, und dann nur, wenn man sie zum Kupferlöten ohne Flussmittel verwendet. In diesem Fall bildet sich auf der Metalloberfläche eine harte Schlacke aus Kupferphosphat in Form von kleinen Kügelchen. Durch längeres Beizen in Schwefelsäure wird diese Schlacke entfernt, wirksamer ist aber ein kurzes Beizen für ein paar Minuten in 50%iger Salzsäure. Wenn die Lötnaht galvanisiert oder verzinnt werden soll, ist die Entfernung der Schlacke unabdingbar. Eine abschließende mechanische Reinigung ist daher bei einem Werkstück, das galvanisiert werden soll, ratsam.

* Erkundigen Sie sich bei Ihrem Lieferanten oder informieren Sie sich über die örtlichen Umweltauflagen zur ordnungsgemäßen Produktentsorgung in Ihrer Gegend.