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Hartlöten im Vergleich zum Schweißen

Das Schweißen verbindet Metalle, indem sie geschmolzen und vereinigt werden, üblicher Weise unter Verwendung eines Schweiß-Zusatzwerkstoffs. Die dadurch erzeugten Verbindungsnähte sind fest, für gewöhnlich ebenso fest, wie die zusammengefügten Metalle oder sogar fester.. Um die Metalle zu verschmelzen wird konzentrierte Hitze direkt auf die Schweißstelle angewendet. Dabei handelt es sich um hohe Temperaturen. Das muss so sein - damit sowohl die "Grund"-Metalle (die Metalle, die zusammengefügt werden) als auch die Zusatzmetalle schmelzen.

Schweißtemperaturen werden also mit dem Schmelzpunkt des Grundmetalls erreicht. Wegen der Intensität der Hitze beim Schweißen ist eine gleichmäßige Anwendung auf eine große Fläche nicht praktikabel. Schweißwärme ist üblicherweise eine örtlich begrenzte, punktgerichtete Hitze. Das hat seine Vorteile. Wenn Sie zum Beispiel zwei kleine Metallbänder an einem einzelnen Punkt zusammenfügen wollen, ist eine Einrichtung für elektrisches Widerstandsschweißen sehr zweckmäßig.

Dies ist eine schnelle, ökonomische Methode um hunderte und tausende von soliden, dauerhaften Verbindungen herzustellen. Wenn allerdings die Verbindungsstelle linienförmig anstatt punktförmig ist, treten Probleme auf. Die örtlich begrenzte Hitze beim Schweißen wird eher zum Nachteil. Nehmen Sie z.B. an, Sie wollen zwei Metallstücke stumpf verschweißen - Sie beginnen damit, dass Sie die Kanten der Metallstücke abschrägen, um Platz für den Schweiß-Zusatzwerkstoff zu schaffen. Dann schweißen Sie, indem Sie zuerst ein Ende der Verbindungsfuge bis zur Schmelztemperatur erhitzen und dann langsam die Hitze entlang der Verbindungslinie führen, wobei Sie den Zusatzwerkstoff entsprechend der Hitze einfügen. Das ist ein typischer konventioneller Schweißvorgang. Sehen wir uns seine Eigenheiten an.

Er bietet ein großes Plus - Festigkeit . Korrekt gemacht, ist die Schweißnaht mindestens genau so fest, wie die zusammengefügten Metallteile. Aber es sind auch Nachteile zu beachten. Die Verbindungen werden bei hohen Temperaturen hergestellt, hoch genug, um sowohl das Grundmetall als auch den Zusatzwerkstoff zu schmelzen. Hohe Temperaturen können Probleme verursachen, wie mögliche Verwindungen und Verwerfungen der Grundmetalle oder Spannungen um das Schweißgebiet herum. Diese Gefahren sind minimal, wenn die Metallteile, die zusammengefügt werden, dick sind. Aber sie können zum Problem werden, wenn die Grundmetalle dünne Abschnitte sind. Hohe Temperaturen sind außerdem teuer, da Wärme Energie ist, und Energie kostet Geld. Je mehr Wärme Sie benötigen, um die Verbindung erzeugen, um so höher sind die Produktionskosten der Verbindung. Betrachten Sie nun den automatisierten Arbeitsablauf.

Was geschieht, wenn Sie nicht eine Baugruppe zusammenfügen, sonder hunderte oder tausende Baugruppen. Beim Schweißen bringt eine Automatisierung naturgemäß Probleme mit sich. Wir wissen, dass die Erzeugung einer Schweißverbindung durch Widerstandsschweißen an einem einzelnen Punkt relativ einfach zu automatisieren ist. Aber wenn aus dem Punkt eine Linie wird - eine linienförmige Schweißnaht - muss die Linie nachgezogen werden. Es ist möglich, dieses Nachziehen zu automatisieren, indem zum Beispiel die Schweißfuge an einer Heizstation vorbeigezogen und drahtförmiger Zusatzwerkstoff automatisch von großen Abwicklerrollen zugeführt wird. Aber dies ist eine aufwändige und anspruchsvolle Installation, die sich nur dann rechnet, wenn Sie identische Teile in großen Serien produzieren.

Natürlich wird die Schweißtechnik immer besser. Sie können Methoden wie Elektronenstrahlschweißen, Kondensatorentladungsschweißen, Reibschweißen und andere zur Serienfertigung einsetzen. Aber diese ausgeklügelten Verfahren verlangen nach einer speziellen und kostspieligen Ausrüstung sowie aufwändigen, zeitraubenden Installationen. Bei kleineren Produktionsserien, Änderungen der Baugruppenzusammenstellung oder - kurz gesagt - den alltäglichen Anforderungen bei Metallfügearbeiten sind sie selten praxisgerecht.

Gesichtspunkte beim Schweißen im Vergleich zum Hartlöten

1. Größe der Baugruppe?

2. Dicke der Grundmetallabschnitte?

3. Punkt- oder Fugenverbindung?

4. Zusammenzufügende Metalle?

5. Benötigte Menge der fertigen Baugruppe?